14. Mai 2011

Seit dem Tsunami im Jahre 2004 unterstützt der gemeinnützige Förderverein "Sahana" die nachhaltige Wiederaufbauarbeit in Sri Lanka. Der Verein wurde von zwei lokal ansässigen buddhistischen Freunden gegründet. Beide sind Mitglieder im BBH. Inzwischen sind in Sri Lanka mehrere Projekte finanziert und durchgeführt worden.

 

SchuleDarunter auch der von der DBUzu einem Drittel finanzierte Wiederaufbau eines 300-jährigen Tempels in der südwestlichen Küste der Insel. An der Eröffnungsfeier im November 2007 haben die ersten und zweiten Vorsitzenden (Rajah Wirasekara und ich) als Förderer und als Vertreter der DBU teilgenommen. Berichte hierüber sind sowohl in "Buddhismus aktuell" als auch im "Mittleren Weg" und auf der Internetseite des Vereins www.sahana-verein.de veröffentlicht worden.

Dadurch, dass der erste Vorsitzende Singhalese mit guten Kontakten nach Sri Lanka ist, bestehen optimale Bedingungen zur Durchführung und Überwachung der Hilfsprojekte.

Nicht zuletzt durch diese Kontakte wurde vom Vorstand (dem auch Christen angehören) erkannt, dass es nach der Tsunami-Hilfe weiterer nachhaltiger Unterstützung bedarf.

Unter der Überschrift "Zukunft geben und Hoffnung schenken" wurden neue Initiativen in die Wege geleitet. Im Mittelpunkt der neuen Projekte steht die Zukunft des Landes, nämlich die Kinder.

Die neuen Projekte fördern die Bildung junger Menschen, denn nur so können demokratische, soziale und wirtschaftliche Bedingungen verbessert bzw. erhalten werden.

Darum ist ein geregelter Schulbesuch für die Kinder unabdingbar.

Der Schulbesuch in Sri Lanka ist obligatorisch, die staatlichen Schulen sind zudem auch kostenlos. Trotzdem gibt es viele Kinder, die aus verschiedenen Gründen der Schulpflicht nicht nachkommen. Dies vor allem jedoch durch die mangelnde Unterstützung deren Eltern, die zum größten Teil leider durch frühzeitigen Schulabbruch kaum lesen und schreiben können.

Oft werden die Kinder auch wegen Ernte und Feldarbeiten nicht zur Schule geschickt. Den Schülerinnen und Schülern fehlt es oft an Heften, Schreibmaterial usw. Wichtig ist auch eine zweite Schuluniform zumWechseln, ein Regenschirm sowie ein Ranzen. Denn der Weg zur Schule ist weit und besonders bei Regen schwer begehbar. Außerdem fehlen dort öffentliche Verkehrsmittel.

Im Jahre 2008 wurde ein zukunftsorientiertes und nachhaltiges Schulstipendienprojekt mit zunächst sieben Kindern in Meeyagala, einem abgelegenen sehr armen Dorf im Südosten des Landes, begonnen. Die Initiative von Sahana beinhaltet, dass Kinder und deren Eltern motiviert werden, die allgemeine Schulbildung nach Möglichkeit mindestens bis zur Sekundarstufe 1 ununterbrochen fortzusetzen und ein Hilfsmittel zur Selbsthilfe zu erlangen. Mittlerweile ist die Zahl der Stipendiaten auf 48 gestiegen. Sie werden von 37 Paten aus sechs Ländern gefördert.

Zusätzlich haben wir für ein weiteres Ausbildungsprojekt die Weichen gestellt, um für die Zukunft Sri Lankas nachhaltig beizutragen. Angesichts der in letzter Zeit global gestiegenen Lebenshaltungskosten, die besonders bei den Unterprivilegierten mit großen Schwierigkeiten einhergehen, scheinen auch in Sri Lanka Gewalt und Kriminalität anzusteigen. Durch den Wiederaufbau einer in 2008 eingestürzten Sonntags-Dhammaschule (Lehmbau) in dem o. g. infrastrukturlosen und fast abgeschnittenen armen Dorf wollen wir den Dhamma wiederbeleben und die Gemeinde, insbesondere Kinder und Jugendliche zum ethischen Verhalten motivieren. Um zu diesem Dorf zu gelangen muss man einen steilen ca. sieben Kilometer langen, von Regenströmen unterspülten und an Gräben reichen Fußweg durch den Regenwald überwinden. Dabei hat man auch noch drei wadentiefe Bäche zu durchqueren, die während der Regenperiode nur mit einem Floß zu durchqueren sind.

Das Dhammaschulgebäude wird noch in der ersten Jahreshälfte 2011 fertig gestellt, vorausgesetzt, dass der Regen sich in Grenzen hält. In den Räumlichkeiten wird noch folgendes integriert:

a) Einrichtung einer Bücherei in dem Gebäude für alle Gemeindemitglieder.

b) Einrichtung eines Büros für die Gemeindeschwester, die für die Gesundheitsüberwachung zuständig ist. Dort können z. B. wöchentlich Sprechstunden abgehalten und bei Bedarf von dort aus Hausbesuche gemacht werden. Dadurch kann der bereits bestehende Gesundheitsdienst noch effektiver gestaltet werden.

c) Einrichtung eines Büros für den Gebietsvorsteher, so dass die Bürgernähe intensiviert wird.

d) Ausgestaltung eines bereits bestehenden Spielkreises als Kindergarten, der die Mädchen und Jungen besser auf die Schule vorbereitet.

Bei einem Besuch vor Ort Ende Oktober bis Anfang November konnte sich eine Delegation unter der Leitung vomVorstand von "Sahana" und der Partnerorganisation in Sri Lanka "Centre for Buddhist Action" über die laufenden Projekte informieren.

Nach Fertigstellung des Dhammaschulgebäudes müssen noch das Inventar, bestehend aus Tischen, Bänken, Regalen, Schultafeln und sonstigen Unterrichtsmaterialien besorgt werden. Hierfür werden noch Spenden benötigt.

Einige Bücher für die Bücherei sind zum Teil vom "Centre for Buddhist Action" in Sri Lanka gespendet worden.

Wenn Sie dafür etwas spenden möchten, überweisen Sie bitte Ihre Spende an:

Sahana Förderverein
Konto-Nr.: 296-9798 00
BLZ: 490 700 28
Deutsche Bank, Minden
Verwendungszweck: "Dhammaschule"

Zum Zeitungsartikel: Zukunft geben und Hoffnung schenken - Schattenblick; 14.05.2011

Zitate & Meldungen

Posted on May 11th, 2013

by Janaka Perera

Every dark cloud has a silver lining, they say. The tsunami of December 2004 brought untold suffering to many in Sri Lanka as elsewhere. But for the villagers of Kosgoda 100 km South of Colombo and of Miyagala about 100 km from the east coast it was a blessing in disguise.

Weiterlesen ...

07. Juni 2010

Sie sagen „Danke“: Acht dieser Kinder werden von Schulpaten aus Schaumburg unterstützt. Freude bei Rajah Wirasekara: „Im Großen und Ganzen“, sagt der Heeßer und Chef des „Sahana“-Fördervereins für Flutopfer- und Wiederaufbauhilfe auf Sri Lanka, „ist das Jahr 2009 ähnlich positiv verlaufen wie das Vorjahr.

Weiterlesen ...

07. Februar 2009

Der Wiederaufbau des im Frühjahr 2008 in Meeyagala (Sri Lanka) eingestürzten Schulgebäudes macht Dank der von Heeßen aus organisierten Hilfe große Fortschritte.

Weiterlesen ...

05. Februar 2009

Ein Stipendiat mit seiner Familie. Dank der „Sahana“-Flutopferhilfe, die vor fünf Jahren in Heeßen ihren Anfang nahm, blicken die vier mit einem Lächeln in die Zukunft. Das kleine Foto ruft den Beginn der Aktion Mitte Januar 2005 in Erinnerung: In zahlreichen Briefen warb Rajah Wirasekara damals um Spenden.

Weiterlesen ...

14. September 2006

Tempelprojekt: Das von den Flutwellen mitgerisseneäußere Gebäude, das Dach sowie die Innendecke sind fertig.

Berichte über die erneut aufgeflammten Unruhen auf Sri Lanka haben viele Bürger, welche die Flutopferhilfe von Rajah Wirasekara (Heeßen) mit Geldspenden unterstützen, verunsichert.

Weiterlesen ...
Go to top