02. Februar 2006

"Wir danken ,Sahana' Deutschland und seinen Spendern für all die Hilfe" - die Tsunamiopfer im Dorf Kosgoda auf Sri Lanka sind überglücklich, dass ihnen so viele Menschen im fernen Deutschland in der Not beistehen.

HausübergabeMehr als ein Jahr ist es her, dass der Tsunami Sri Lanka, die Heimat von Rajah Wirasekara, verwüstet hat. Zeit, die der Heeßer, Mitbegründer des Hilfs- und Fördervereins "Sahana", nicht ungenutzt verstreichen ließ. Inzwischen sind fünf Häuser im Dorf Kosgoda fertig gestellt und an die neuen Besitzer übergeben worden. Wurde das Kreiskrankenhaus mit dringend benötigten Verbrauchsmaterialien, versorgt. Haben die Arbeiten zum Wiederaufbau der durch den Tsunami vernichteten kulturhistorischen Tempelanlage mit wertvollen Gemälden aus dem 17. Jahrhundert begonnen.

Und immer noch gibt's für Sahana jede Menge zu tun. Die nächsten Schritte: "Um den Bewohnern von Kosgoda im Distrikt Galle (der mit 128 077 die größte Anzahl der von der Flutwelle Betroffenen zu verbuchen hatte), weiterhin nachhaltig zu helfen, sind eine ganze Handvoll weiterer Aktivitäten geplant", sagt Wirasekara. Im Einzelnen:

  • Integrationshilfe für die "neuen" Familien durch die Gemeinde;

  • Englisch- und EDV-Unterricht für die Dorfjugend zur Verbesserung der Beschäftigungschancen und der Verdienstmöglichkeiten durch ehrenamtliche Lehrer beziehungsweise Studenten;

  • Unterstützung der Frauen beim Aufbau einer Existenz, insbesondere der durch den Tsunami Verwitweten - zum Beispiel durch Kursangebote als Schneider/in; Unterstützung des zuständigen Kreiskrankenhauses mit Verbrauchsmaterialien;

  • Kontaktpflege zu den Gemeindevertretern.

Seit Mai 2005 unterstützt "Sahana" aber auch noch ein zweites Projekt: den Wiederaufbau der vom Tsunami vernichteten kulturhistorisch wertvollen Tempelanlage in Kosgoda, um den Flutopfern sowie dem Rest der Gemeinde das Ausüben ihrer spirituellen Bedürfnisse zu ermöglichen und auch für die kommenden Generationen die kunsthistorischen Malereien aus dem 17. Jahrhundert zu bewahren.

Wirasekara: "Das Tempelprojekt schreitet vor allem wegen der unzureichenden Spenden nur schleppend voran." Immerhin: Die noch vorhandene Bausubstanz wurde mit den dafür gespendeten Geldern gesichert; die Außenwände wurden gemauert. Als nächster Schritt ist die Dachkonstruktion geplant, um weiteren Schäden durch Witterungseinflüsse vorzubeugen. Danach werden nach und nach die Gemälde und Statuen restauriert.

"Auch hier kann festgestellt werden, dass die Spendengelder ausschließlich für den dafür vorgesehenen Zweck verwendet worden sind", betont der Heeßer. Für den sachgerechten Wiederaufbau des Tempels und das Restaurieren der Gemälde und Statuen werden noch etwa 8 000 Euro benötigt.

Zur Erinnerung: Bereits im letzten Quartal 2005 hatte der Heeßer in der Landes-Zeitung von intensiven Bemühungen berichtet, die gespendeten Gelder bestimmungsgemäß zu verwenden. Mit Erfolg: Wirasekara hatte bei seinem Besuch in Sri Lanka Mitte Oktober erreicht, dass: vier Familien unbürokratisch ausgewählt wurden; ein Bauvertrag mit einem lokalen Bauunternehmer notariell abgeschlossen wurde; die Baugrundstücke aus dem Familien- und Freundeskreis vermittelt wurden.

Am 22. Dezember 2005, also vier Tage vor dem Jahrestag des Tsunamis, konnten die vier Familien in ihre neuen Häuser einziehen. Ein weiteres Haus ist mit Sahana-Geldern repariert und übergeben worden. Die Häuser sind alle unter Einbeziehung von Eigenleistungen der zukünftigen Besitzerfamilien in solider Bauweise mit einem Ziegeldach errichtet worden.

► Wer weiterhin die Arbeit von Sahana unterstützen will, kann Geld auf folgende Konten spenden:

Kontoname SAHANA Flutopferhilfe, Konto-Nr. 296 9798 00, BLZ Deutsche Bank 490 700 28; SAHANA Flutopferhilfe-Tempelprojekt, Konto-Nr. 296 9798 01, BLZ Deutsche Bank 490 700 28.

Der Verein sendet Spendern auch für 2006 gerne wieder eine Spendenbescheinigung zu.

Zum Zeitungsartikel - Menschen in Kosgoda sagen Eilsen "Danke!"  - Schaumburg-Lippische Landeszeitung 05.02.2006

 

Zitate & Meldungen

Posted on May 11th, 2013

by Janaka Perera

Every dark cloud has a silver lining, they say. The tsunami of December 2004 brought untold suffering to many in Sri Lanka as elsewhere. But for the villagers of Kosgoda 100 km South of Colombo and of Miyagala about 100 km from the east coast it was a blessing in disguise.

Weiterlesen ...

07. Juni 2010

Sie sagen „Danke“: Acht dieser Kinder werden von Schulpaten aus Schaumburg unterstützt. Freude bei Rajah Wirasekara: „Im Großen und Ganzen“, sagt der Heeßer und Chef des „Sahana“-Fördervereins für Flutopfer- und Wiederaufbauhilfe auf Sri Lanka, „ist das Jahr 2009 ähnlich positiv verlaufen wie das Vorjahr.

Weiterlesen ...

07. Februar 2009

Der Wiederaufbau des im Frühjahr 2008 in Meeyagala (Sri Lanka) eingestürzten Schulgebäudes macht Dank der von Heeßen aus organisierten Hilfe große Fortschritte.

Weiterlesen ...

05. Februar 2009

Ein Stipendiat mit seiner Familie. Dank der „Sahana“-Flutopferhilfe, die vor fünf Jahren in Heeßen ihren Anfang nahm, blicken die vier mit einem Lächeln in die Zukunft. Das kleine Foto ruft den Beginn der Aktion Mitte Januar 2005 in Erinnerung: In zahlreichen Briefen warb Rajah Wirasekara damals um Spenden.

Weiterlesen ...

14. September 2006

Tempelprojekt: Das von den Flutwellen mitgerisseneäußere Gebäude, das Dach sowie die Innendecke sind fertig.

Berichte über die erneut aufgeflammten Unruhen auf Sri Lanka haben viele Bürger, welche die Flutopferhilfe von Rajah Wirasekara (Heeßen) mit Geldspenden unterstützen, verunsichert.

Weiterlesen ...
Go to top