Der Förderverein wurde aufgrund des am 26.12.04 ausgelösten Tsunami ins Leben gerufen. Unser Spendenaufruf hat einen Schneeballeffekt ausgelöst und führte zu einem Spendenaufkommen von über 18.000 €.

Hilfsmaßnahmen

1. Hausbauprojekt

Im April 2005 haben wir unter mehreren Projekten das Kosgoda Relief Projekt ausgewählt. Mit unseren Geldern wollten wir sie unterstützen, je 20 Häuser in vier Phasen bis Mitte 2006 zu bauen. Weiterhin beinhalteten die Aktivitäten den Bau von Trinkwasserbrunnen sowie die Errichtung eines Zentrums für Gemeindeveranstaltungen und für die Erteilung von Englisch-und EDV-Unterricht an Jugendliche.

Die ersten Häuser wurden bereits im Sommer 2005 fertig gestellt und übergeben. Danach trat eine regelrechte Stagnation ein. Das Problem lag darin, dass kein Bauland mehr zur Verfügung stand. Verhandlungen mit den Regierungsvertretern, mehr Bauland zugeteilt zu bekommen, scheiterten an der Frage „Wer entscheidet über die Auswahl der Flutopfer“?

Mitte Oktober war unser 1. Vorstand wieder in Sri Lanka, um sich über andere Möglichkeiten zu informieren. Es wurde klar, dass wir eine weitaus aktivere Rolle zu übernehmen haben würden, wenn wir unser Projektziel, nämlich dieÜbergabe der Häuser vor dem Jahrestag erreichen wollten. Zusammen mit einem neuen Koordinator vor Ort wurde folgendes erreicht:

1) Die Auswahl eines lokalen Bauunternehmers nach Auswertung von drei Kostenvoranschlägen für ein Haus entsprechend der staatlichen Spezifikation für je Rs. 450.000 (ca. 3.800 €) wurde getroffen.

2) Vier Flutopfer-Familien aus Kosgoda wurden unbürokratisch ausgewählt (Bilder).

3) Eine weitere Familie wurde ausgewählt, deren Haus für Rs. 170.000 (1.400 €) repariert werden soll.

4) Unter den Familienangehörigen und Freunden der ausgesuchten Flutopfer fanden sich welche bereit, ihre Baugrundstücke (in einer Entfernung von mindestens 500 m vom Strand gelegen) urkundlich an die Flutopfer zu übertragen. Das wurde veranlasst.

5) Ein notarieller Vertragsabschluss wurde für den Hausbau bzw. die Reparatur unterzeichnet.

6) Eigenleistung wurde bei den Bauarbeiten vereinbart. Bereits Ende Oktober wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Durch die ungewöhnlich lange Regenperiode musste der Hausübergabetermin zweimal verschoben werden. Am 22. 12., vier Tage vor dem Jahrestag des Tsunamis, wurden die Häuser im Beisein von staatlichen Gemeindevertretern übergeben.

2. Kunsthistorisches Tempelprojekt

Im März 2005 wurden wir auf die 1695 gebaute Tempelanlage aufmerksam gemacht. Durch den Tsunami wurde das mit wertvollen Malereien geschmückte Andachtshaus zerstört. Dieses Gebäude wollen wir wiederaufbauen und die Restaurierung der Malereien sowie der beschädigten Statuen vornehmen lassen, so dass

a) den Flutopfern sowie allen anderen Gemeindemitgliedern die Pflege der spirituellen Entwicklung ermöglicht werden kann und

b) auch zukünftige Generationen die kunsthistorischen Gegenstände schätzen lernen und bewundern können.

Hierfür wurde ein separates Konto eröffnet, um die Spenden getrennt zu verwalten. Die Deutsche Buddhistische Union hat uns ihre finanzielle Unterstützung zugesichert, wofür wir ihr herzlich danken. Die Maurerarbeiten sind Ende September fertig gestellt worden.

Die nächste Phase, die in einem Stück durchgezogen werden muss, wird ca. 15.500 € kosten. Wir haben jedoch nur ein Guthaben von 11.400 €, so dass noch 4.100 € für das Dach gefunden werden müssen. Das Gesamtprojekt wird ca. 23.500 € kosten. Es fehlen noch insgesamt ca. 8.000 €. Anfang Januar wurde durch einen Statusbericht erneut an die Spendenbereitschaft unserer Freunde und Verwandten appelliert. Die Baumaterialkosten steigen kontinuierlich. Der Preis für Holz ist gegenüber dem März 2005 um 30 % gestiegen. Der Kostenvoranschlag für das Dachstuhlholz, den wir Mitte Dezember angefordert haben, wird am 20. 1. 06 seine Gültigkeit verlieren, so dass wir schnell handeln müssen.

3. Kreiskrankenhaus

Im Dezember wurde das für Kosgoda zuständige Kreiskrankenhaus besucht.

Bei der Führung erfuhren wir, dass für die mobilen EKG-Geräte der Entbindungsstation dringend Ersatzpapierrollen für die Aufzeichnung des Kardiogramms bei Neugeborenen benötigt werden. Es wurde veranlasst, dass ein Karton Ersatzpapierrollen aus Colombo geliefert wird. In der darauf folgenden Woche konnten wir sie als Spenden von Sahana übergeben.

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