Die Hilfsmaßnahmen wurden 2007 weitergeführt. Der Schwerpunkt fiel hierbei auf den vom Tsunami zerstörten Tempel, der einst als kulturelles Zentrum und als Begegnungsstätte des Dorfes Kosgoda diente.

2007 erfuhren wir erwartungsgemäß eine allgemein nachlassende Spendenbereitschaft. Durch wiederholte Spenden von „Sahana-treuen“ Freunden im In-und Ausland, eine äußerst nette Geburtstagswunschäußerung zu Gunsten von Sahana sowie durch einige Gelegenheitskollekten konnte die Finanzlage aufgebessert werden.

Auch für 2007 wurde uns die Gemeinnützigkeit und Mildtätigkeit vom Finanzamt Verden bescheinigt.

Hilfsmaßnahmen

1. Tempelprojekt

Der Gemeinde von Kosgoda fiel es schwer, ohne ihre gewohnte Andachtstätte auszukommen, die zur Besinnung und Kontemplation benutzt worden war. Obwohl wir die Wiederaufbauarbeiten bereits im Juni 2005 begonnen hatten, kam das Projekt aufgrund fehlender Finanzen immer wieder ins Stocken. Da wir keine vorhersehbaren und regelmäßig eingehenden Spenden hatten, konnten die Bauphasen mit einem gleitenden Übergang nicht im Voraus geplant werden. Wir mussten so lange warten, bis genügend Mittel für den folgenden Bauabschnitt zusammen gekommen waren. Diese Vorgehensweise führte leider auch dazu, dass es äußerst schwierig war, geeignete Handwerker zu bekommen, weil wir nicht in der Lage waren, deren Wunsch in Bezug auf Beschäftigungskontinuität zu gewährleisten.

Bei einem Projektbesuch im Mai 2007 wurde festgestellt, dass der Wiederaufbau des Tempels so schnell wie möglich beendet werden müsste:

Nach zweieinhalb Jahren suchten vom Tsunami betroffene Menschen entlang der Strände immer noch nach Familienangehörigen und nach einem Ort, um Trost für den Verlust zu finden. Es wurde ad hoc ein Einweihungstermin festgelegt. Nicht selten standen wir dabei unter Zeitdruck wegen Geldmangels. Die Förderer wurden dann offen und direkt angesprochen, um die Fehlbeträge zusammenzubekommen. Kompetente und für uns passende Bauunternehmer mussten ausgesucht werden. Trotz all der Schwierigkeiten und Hindernisse konnten wir das Tempelprojekt erfolgreich abschließen und an die Gemeinde von Kosgoda im November 2007 übergeben. Hierbei trug die DBU, die über ein Drittel der Gesamtkosten beisteuerte, maßgeblich bei. 

Allen Spendern groß und klein danken wir ganz herzlich, auch im Namen der Gemeinde von Kosgoda. Unser Dank gebührt auch dem CfBA, welches das Projekt äußerst zufriedenstellend koordinierte.

2. Krankenhausprojekt

Das für Kosgoda zuständige Krankenhaus wurde Anfang Juni besucht, um Probleme zu erörtern. Einige Blutzuckermessgeräte waren defekt, für einige andere fehlten die Messstreifen. Es wurde je ein Glukometer mit Vorrat an Messstreifen für die Kinder-und für die Frühgeburtenstation gespendet. Außerdem wurde ein Karton mit 24 Batterien für die HNO-Abteilung erworben.

3. Mitwirkung bei der Bildung und Erziehung

In der zweiten Jahreshälfte war Samantha Wirasekara als Lehrkraft für Englisch in der Schule des „UNESCO-Dorfes“ in Kosgoda ehrenamtlich tätig; nachmittags unterstützte sie das Waisenhaus und half den Kindern mit ihren Schulaufgaben. In Colombo erteilte sie Deutschunterricht für eine Gruppe von Erwachsenen und begleitete die Kinder einer Schule für geistig behinderte Erwachsene durch den Tag.

Zusammenfassung

Die Hilfsmaßnahmen im Jahr 2007 konzentrierten sich auf das Tempelprojekt, das aufgrund der Notlage, der schwachen Finanzlage, gekoppelt mit steigenden Baumaterial-und Arbeitskosten viel Arbeitsaufwand und Koordinierung erforderte.

Ausblick 2008

Es müssen Wege gefunden werden, die anderen aufgrund von Zeitmangel ausgebliebenen Vorhaben wie z.B. den Englischunterricht zu etablieren, am besten federführend unter eigener Regie. Ansonsten bieten sich auch folgende Maßnahmen an:

• Unser Guthaben wird an andere Hilfsorganisationen verteilt, wobei ein Teil davon zur Deckung ihrer Verwaltungskosten fließen würde.
• Dem Krankenhaus wird mit Sachleistungen geholfen.
• Die verbleibenden Beträge werden zur Finanzierung von Schulstipendien unter eigener Regie mit Hilfe unseres Koordinators genutzt.

Go to top