Wenn man über nachhaltige Hilfsmaßnahmen in Entwicklungsländern wie Sri Lanka nachdenkt, gehen die Hilfswege zwangsläufig über Bildung, die wiederum zur „Hilfe zur Selbsthilfe“ führt. Deshalb wurden in 2012 die zwei langfristig angelegten Hilfsprojekte im Südosten in Miyagala intensiv betreut (Siehe unten). Die erfolgreiche Entwicklung ist hauptsächlich auf einen Spendenaufruf einer Förderin zu Sahanas Gunsten anlässlich
eines runden Geburtstages zurückzuführen.

Ende Dezember besuchten zwei deutsche Förderer unsere Projektdörfer in Kosgoda (Südwesten) und Miyagala (Südosten), um die Entwicklung in Augenschein zu nehmen. Nach ihrer Rückkehr im Januar 2013 berichteten sie, dass Strommasten auf dem sieben Kilometer langen Fußweg zum abgelegenen Miyagala gesetzt worden sind. Ein von Sahana gestellter Sammelantrag für Strom scheint Berücksichtigung gefunden zu haben und wir können nun hoffen, dass der Strom das Dorf bald erreichen wird. Auch die Schulkinder, denen wir durch Stipendien den Schulbesuch ermöglichen, können dann die Hausaufgaben noch abends nach Einbruch der Dunkelheit bei besserer Beleuchtung erledigen. Zusammen mit den Gemeindemitgliedern freuen wir uns sehr über diese Entwicklung, denn unser Motto für diese langfristig angelegten Projekte heißt: „Zukunft geben, Hoffnung schenken“.

Hilfsmaßnahmen

1. Schulstipendienprojekt

Das Projekt, das nun seit fünf Jahren läuft, ist allmählich gewachsen. Seit Anfang 2013 betreuen 48 Sponsoren aus sechs verschiedenen Ländern insgesamt 67 Schulkinder, die zwischen 5 und 18 Jahre alt sind. Letztes Jahr wurde den Kindern im Alter von mehr als 12 Jahren ein Bildungsausflug nach Colombo mit einem gemieteten Bus ermöglicht. Zur Aufsicht der Kinder sind einige Lehrkräfte aus der von Sahana wiederaufgebauten
Ethikschule mitgefahren. Sie besichtigten die Sehenswürdigkeiten der wirtschaftlichen Hauptstadt des Landes, darunter das Planetarium, das Parlamentsgebäude, den Hafen und den Tierpark.

2. Ethikschulprojekt

Ethik gehört zur Bildung, denn die moralische Einstellung des Einzelnen beeinflusst das Zusammenleben in der Gemeinde bzw. in der Gesellschaft. Sie fördert den toleranten Umgang mit sich selbst, mit Andersdenkenden, mit der Umwelt und die Gleichberechtigung von Frau und Mann.
Das Schulgebäude ist Ende 2012 für den o. g. Besuch aus Deutschland fertig gestellt worden. Es wird noch Mobiliar benötigt. Der Unterricht wird sowohl bei schönem Wetter im Freien als auch bei Regen in der Schulhalle abgehaltenen. Die integrierte Bücherei für alle Gemeindemitglieder ist auch fertig (Bild). Sie muss mit noch mehr Büchern sowie mit einigen Schränken und Regalen vervollständigt werden. Eine Stipendiatin
wird zurzeit von unserem Lokalkoordinator unterwiesen, die Bücher auf Karteikarten zu erfassen. Auch ein Büroraum, der von der Gemeindeschwester und dem –vorsteher gemeinsam genutzt wird, ist im Schulgebäude eingerichtet worden. Beide haben zugesagt, monatlich einen Vormittag im bereitgestellten Arbeitszimmer Sprechstunden zu halten. Die Arbeit der Gemeindeschwester umfasst Prophylaxe und Aufklärung hinsichtlich
Hygiene und Gesundheit. Sie hat bisher bei ihren monatlichen Hausbesuchen zu Fuß maximal fünf Familien besuchen können. Weiterhin wird sie bei Bedarf Hausbesuche machen.

Der Gemeindevorsteher ist für die Registrierung von Geburten, Grundstücksangelegenheiten, Beantragung von Führungszeugnissen etc. verantwortlich. Bislang mussten die Gemeindemitglieder den Dorfvorsteher in seinem ca. 10 km entfernten Büro zu Fuß aufsuchen. Nun haben wir mit den allgemeinen und öffentlichen Sprechstunden eine effektivere Lösung für alle geschaffen.

3. Dorfschneiderin

Die Dorfschneiderin, die wir unterstützt haben, bekommt immer mehr Aufträge von den Dorfbewohnern, die sich nicht nur auf Schuluniformen beschränken, sondern auch Aufträge für andere Damenkleider umfassen.

4. Trinkwasserbrunnen

Das Graben eines zentralen Brunnens, das von den Dorfbewohnern gemeinnützig durchgeführt wurde, musste zunächst unterbrochen werden, nachdem man auf einen großen Stein gestoßen ist, der direkt über der Wasserquelle liegt. Der Stein muss gesprengt werden, wodurch sich die Kosten um mindestens das Doppelte erhöhen würden.

Ausblick für 2013/2014

  • Wiederholung des Bildungsausfluges zur Erweiterung des Horizonts
  • Gemeindeentwicklung durch Unterstützung beim Anbau, Verarbeitung und Vermarktung von Gewürze zur Verbesserung der Verdienstmöglichkeiten für die Dorfbewohner, insbesondere für die Frauen. Ziel des Projektes ist es, die Dorfbewohner in die vorbereitenden Arbeiten einzubinden, Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen und die Abwanderung in größere Städte zu vermeiden.
  • Anlernen von interessierten Frauen und Mädchen durch die Dorfschneiderin
  • Anlernen von Jungen als Maurer bzw. Schreiner durch den Dorfmaurer bzw. -schreiner
  • Sachspenden für das regionale Krankenhaus, in dem unsere Gemeindemitglieder ambulant und stationär behandelt werden.

Wir bitten Sie, unsere Arbeit weiterhin zu unterstützen.

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