Von all den nützlichen Veränderungen, die in unserem Projektdorf, Miyagala in den letzten Jahren stattgefunden haben, ist die Verbesserung des Hauptweges zur Dorfmitte am meisten auffallend. Noch weitere Teilstrecken des damaligen Fußweges sind in 2014 ausgebaut und betoniert worden. Jetzt kann man ohne die Schuhe ausziehen zu müssen die Bäche überqueren und zum Dorf gelangen. Auch mit einem „Tuk-Tuk“ oder mit einem Auto kann man nun im Schneckentempo durchfahren.



BrückeÜber den größeren Bach ist eine Brücke errichtet worden, über die zwei kleineren sind Übergänge gemacht worden, unter dem das Wasser fließt. Dies ist eine große Erleichterung vor allem für die Schulkinder und für die ältere Bewohner, die in unmittelbarer Nähe des Hauptweges wohnen.

Auch Händler bringen ihre Waren in kleinen LKWs an den Mann, Frau und Kind. Diese infrastrukturellen Verbesserungen wurden vom Staat getragen, Sahana hat dafür gesorgt, dass der Kollektivantrag auf Aufmerksamkeit stieß.Mutter mit Kinder

Durch die neue Webseite (http://www.sahana-germany.org) sind einige Anfragen bezüglich Schulstipendien eingegangen, wovon zwei ab 2015 verwirklicht worden sind.

Ein Zeitungsbericht über Sahana, der in der Hannoverschen Neuen Presse, der aufgrund des 10. Jahrestag des Tsunamis erschien, verhalf die Spendeneinnahmen auf dem Vorjahresniveau zu halten. Bereits in der zweiten Hälfte 2014 fing der Eurokurs zu schwächen. Deshalb wurden zwei Transaktionen nach Sri Lanka durchgeführt.

  1. Schulstipendienprojekt

SchulkinderInsgesamt wurden 77 Schulkinder und zwei geistig und körperlich behinderte Jugendliche aus 12 Gemeinden um Miyagala von 60 Sponsoren gefördert. Die Stipendien von 17 Schulkindern bzw. Familien, die sich nicht an die mit der Patenschaft verbundenen Abmachungen gehalten haben, wurden beendet. Dafür wurden 27 neue Kinder aufgenommen.

Die eingehende Stipendiengelder machten ca. 40 % der Gesamtspenden aus.

Beim jährlichen Besuch im Projektdorf Miyagala wurden individuelle Familientreffen in drei verschiedenen Treffpunkte sowie eine zentrale Versammlung für alle Kinder mit ihren Eltern gehalten.

 

  1. Ethikschulprojekt

Die Anbindung an das in 2013 fertig gestellte Stromnetz wurde beantragt. Dafür mussten zwei zusätzliche Strommasten auf dem Weg zur Schule errichtet werden um den Anschluss sicherzustellen. Auch im Gebäude wurden die notwendigen elektrischen Vorrichtungen installiert.

In anbetracht der Tatsache, dass finanzielle Reserven für das anstehende Gewürzanbauprojekt benötigt werden, wurde in 2014 keinen Bildungsausflug für unsere Kinder angeboten. Darüber waren unsere Kinder enttäuscht.

 

  1. Gewürzanbau

BesprechungDieses Projekt wird als „Selbstläufer“ geplant. Im Vorfeld wurde in Oktober die Besichtigung einer Zimtplantage in Balangoda und ein geführter Rundgang durch die zugehörige Zimtherstellungsfabrik für eine Gruppe von 10 Dorfbewohnern ermöglicht.

Nachdem der Boden mit einem Traktor mechanisch gelockert wurde, sind im November 7200 Zimtsetzlinge auf einer Fläche von ca. 8000 qm² des Ethikschulgeländes während der Regenzeit per Hand eingepflanzt worden.

 

  1. Kosgoda-Projekte

Die Sahana-Häuser sind ohne sichtbare Mängel. Drei davon wurden von den glücklichen Hauseigentümern gestrichen. Die Eigentümerfamilien fühlen sich wohl.

Im wiederaufgebauten Tempel finden verschiedenen Veranstaltungen für die Dorfbewohner regelmäßig statt. Insbesondere an den Vollmondtagen stattfindenden Veranstaltungen nehmen viele teil. Der Vollmondtag ist in Sri Lanka ein Feiertag. Die buddhistische Feierlichkeiten folgen dem Mondkalender. Im Mai z. B. werden der Geburt, die Erleuchtung und der Tod Buddhas gedenkt.

 

  1. Ausblick 2015/2016
  1. Fortsetzung des Gewürzanbauprojektes
  1. Besuch einer Pfefferplantage mit Besichtigung des Verarbeitungsprozesses
  1. Pfefferanbau in Angriff nehmen
  1. Errichtung einer Verarbeitungshalle bis Ende 2017
  1. Entwicklung des Gewürz-Anbau und Erwirtschaftungsprojekt zum Selbstläufer
  1. Beschaffung weiterer Bücher für die von Sahana errichtete Bücherei

 

Wir danken alle unseren Förderinnen und Förderern von nah und fern ganz herzlich für die Unterstützung und für das entgegengebrachte Vertrauen.

Heeßen, Mai 2015, Rajah Wirasekara

 

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