Wie zuvor berichtet, ist der Hauptweg zum Projektdorf stückweise weiter ausgebaut und betoniert worden. Des Weiteren sind die Durchquerungen der Bäche befahrbar gemacht worden. Seit August 2015 verkehrt nun ein Bus viermal täglich auf der Strecke zwischen unserem Projektdorf Miyagala und der Distrikt-Hauptstadt Monaragala. Dies ist eine große Erleichterung vor allem für die Schulkinder und für die älteren Bewohner, die sonst die ersten sieben Kilometer zur Schule, zum Arzt, zum Krankenhaus oder zum Markt zu Fuß oder mit dem Fahrrad machen müssten.

Der Bus parkt über Nacht auf dem Gelände unserer Ethikschule und macht die erste Fahrt jeweils um 7:45 nach Monaragala (Bild). Da die ersten 7 bis 8 km schmal und kurvenreich sind, ist es beruhigend, dass sowohl der Busfahrer als auch der Busschaffner, die für das staatliche Sri Lanka Transportunternehmen arbeiten, einen verantwortungs- bewussten und engagierten Eindruck machen.

Der Bus

Im September haben zwei Förderinnen und ein Förderer mich auf meiner Projektreise begleitet, worüber ich mich sehr gefreut habe. Sie verbrachten zwei Tage in unserem Projektdorf, um sich von den Fortschritten zu überzeugen. Dabei nahmen sie auch an einem individuellen Familientreffen teil, leiteten die Kinder beim Basteln an und vermittelten ihnen eine Idee von der geographischen Verbreitung ihrer Sponsoren. Auch der großen Versammlung in Miyagala für alle unsere Kinder und deren Eltern wohnten sie bei.

1. Schulstipendienprojekt

Insgesamt wurden 63 Schulkinder und zwei geistig und körperlich behinderte Jugendliche aus 12 Gemeinden um Miyagala gefördert (Gruppenbild).

Durch die neue Webseite (www.sahana-germany.org) sind einige Anfragen bezüglich Schulstipendien eingegangen. Eine Yoga Gruppe aus Potsdam hat den Wunsch geäußert, die Schulbildung von insgesamt drei Kindern zu fördern. Auch ein 11-jähriger Schüler interessierte sich für die Übernahme eines Schulstipendiums mit der Aussicht auf einen möglichen Austausch.

Die Schulkinder

2. Ethikschulprojekt

Zwischen den Deckensparren über der Bücherei hat sich eine Eichhörnchenfamilie eingenistet, wodurch Schmutz auf den Lesetisch darunter fiel. Der Einbau einer Zwischendecke konnte noch nicht vorgenommen werden. Auch ein Vorbau über der Haupteingangstür musste verschoben werden und wird erst 2016 in Angriff genommen.

Den ehrenamtlich arbeitenden Lehrerinnen und Lehrern wurde als Dank ein Geschenk am Neujahrstag übergeben.

3. Gewürzanbau

 

Von den im November 2014 angepflanzten Pflanzen sind einige, vermutlich aufgrund von Pilzbefall, eingegangen. Neue Setzlinge werden wir nachpflanzen. Dieses Projekt ist als Projekt Hilfe zur Selbsthilfe gedacht und soll den Dorfbewohnern eine zusätzliche Einkommensmöglichkeit bieten, um ein Abwandern der Dorbewohner in größere Städte zu verhindern.

Der geplante Besuch einer Pfefferplantage konnte nicht durchgeführt werden.

4. Kosgoda-Projekte

 

Aufgrund der äußerst kurzen Projektreise konnten dieses Mal die Projekte in Kosgoda nicht besucht werden. Der Lokalkoordinator dort bestätigte bei einem Telefonat, dass keine bemerkenswerten Veränderungen vorlagen.

 

6. Ausblick 2016/2017

 

1. Fortsetzung des Gewürzanbauprojektes

2. Besuch einer Pfefferplantage mit Besichtigung des Verarbeitungsprozesses

3. Vorbereitungen für den Pfefferanbau

4. Planung und Errichtung einer Verarbeitungshalle bis Ende 2017

5. Entwicklung des eigenständigen Anbaus von Gewürzen und ihrer Vermarktung durch die Dorfbewohner

6. Beschaffung weiterer Bücher für die von Sahana eingerichtete Bücherei

Wir danken allen Förderinnen und Förderern ganz herzlich für die Unterstützung und das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Heeßen, Feb. 2016, Rajah Wirasekara

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